Montag, 28. Januar 2008

Workflow Manager in LeasPro

Der Workflow Manager als Steuerung von Prozessen

In LeasPro sind für jeden Prozess nach dem EVA-Prinzip (Eingabe-Verarbeitung-Ausgabe) Workflows zuständig, um den Benutzer zu führen und ihn mit Informationen zu versorgen, damit er qualitativ gleichartige Leistungen bringt.

Der Workflow Manager bringt folgende Vorteile:

  • Gleichartige Abarbeitung von wiederkehrenden Prozessen
  • Vorgabe von Rangfolgen in der Abarbeitung
  • Checklistenstruktur
  • Prüfung der einzelnen Schritte
  • Prüfung von Abhängigkeiten
  • Prüfung von Benutzerberechtigungen
  • Einbau eines 4-Augenprinzips
  • Einfache und logische Abarbeitung am Bildschirm
  • Unterstützung durch Dialogmasken, wenn Eingaben erforderlich sind
  • Generierung aller Dokumente im angehängten Dokumentenworkflow
  • Automatische Aufgabenverwaltung (offen – geschlossen)
  • Wiedervorlagesystem (Terminsetzung)
  • Bearbeitung in einer Benutzergruppe
  • Delegieren oder Pick-Up Funktionen
  • Protokollierung der Arbeitsschritte
  • Protokollierung der Workflows, die getätigt wurden (Logdaten)

Wie man sieht kann der Workflow Manager in LeasPro erheblich viel dazu beitragen, dass innerhalb der Organisation die Aufgaben nach den Vorgaben abgearbeitet werden. Über die Groupware Funktionalitäten ist ein teamorientiertes Arbeiten möglich. Die Funktionalität steht nicht mehr im Vordergrund und das Knowhow der Mitarbeiter wird auf die Software transportiert.

Im Ergebnis bedeutet es, dass die Software Engpässe durch organisatorische Lösungen beseitigen kann und der Verlust von unersetzbaren Mitarbeitern in der Folge nicht mehr so tragisch ist.

Vertragsverwaltung und Refinanzierung

Abgrenzung zwischen Vertragsverwaltung und Refinanzierung

Die Vertragsverwaltung stellt das Aktivgeschäft der Leasinggesellschaft dar. Hierunter werden alle Aktivitäten zusammengefasst, die sich im Lifecycle eines Vertrages ergeben.

Auch die Refinanzierung ist ein Bestandteil des Lifecycle, denn ebenso wie man sich um die Beschaffung des Objektes kümmert, sollte die Beschaffung des Kapitals zu Auszahlung der Objekte nicht außer Acht gelassen werden.

In der heutigen Zeit haben sich die Finanzierungsinstrumente insbesondere in Richtung "Flexibilität" weiterentwickelt. Während früher vertragskonform refinanziert wurde, oder die Finanzierung über Firmendarlehen getätigt wurden, sind heute neue Abrechnungsarten hinzugekommen. Allen Abrechnungsarten, die von den Banken bestimmt werden, ist eine gewisse Fehlerlastigkeit anzurechnen, die dadurch bestimmt sind, dass einige Abrechnungsarten mit Hilfs- und Vorsystemen in den Banken geführt werden. Dies resultiert daraus, dass in den Banken-Core-Systemen Änderungen so gut wie nicht möglich sind.

Daraus stellt sich die Aufgabe, die Abrechnungen als Leasinggesellschaft nicht ungeprüft zu übernehmen, sondern eine Simulation und Parallelverwaltung aufzubauen und über Abstimmprogramme Differenzen zu erkennen.

In LeasPro kann das in der Form geschehen, dass Finanzierungen grundsätzlich mit oder ohne einen Vertragsbezug angelegt werden können. Dabei sind die Parameter einzeln bestimmbar:

  • Laufzeit
  • Beginn
  • Ende
  • Auszahlungsvaluta
  • Höhe der Rückzahlung in prozentualer Abhängigkeit zur Leasingrate
  • Höhe der Rückzahlung unabhängig
  • Linearisierung von Staffeln
  • Staffelung von linearen Raten

Die Verträge werden über Einzelfinanzierungen zu Paketen gebildet, die entweder feststehen oder einen ständigen Zufluss und Abfluss von Finanzierungen beinhalten. Somit sind in LeasPro die bekannten Modelle abzubilden und nachvollziehbar.

Jede Finanzierung in sich kann – wenn gewünscht – unabhängig verwaltet werden (Teilzugänge, Teilabgänge, Ratenänderungen). Ebenso ist es möglich über SWIFT-Dateien einen Datenaustausch zu betreiben.

Integrierte Finanzbuchhaltung

Vertragsbuchhaltung versus Finanzbuchhaltung

Zunächst ist die Frage zu stellen, was der Hersteller einer integrierten Finanzbuchhaltung darunter versteht. In der Branche treffen wir diverse Modelle dieser Definition an:

  1. Eine Gesamtsoftware mit Schwerpunkt Finanzbuchhaltung und angeschlossener – ebenfalls in der gleichen Programmstruktur – vorhandener Vertragsverwaltung
  2. Eine Gesamtsoftware mit Schwerpunkt Vertragsbuchhaltung und angeschlossener – ebenfalls in der gleichen Programmstruktur – vorhandener Finanzbuchhaltung
  3. Vertragsverwaltungssoftware mit einer integrierten Schnittstelle (uni- oder bidirektional) zu einem nicht selbst erstellten Finanzbuchhaltungssystem.

Daneben gibt es Vertragsverwaltungssysteme mit Export-Schnittstellen zu externen Finanzbuchhaltungssystemen. Die Vorteile bei vollintegrierten (gleiche Programmstruktur) befindlichen Systemen ist in jedem Fall, dass die Benutzerführung gleich ist, die Software keine eigenständige Betreuung erfordert - weil ein Hersteller – und keine anzupassenden Schnittstellen vorhanden sind, da jeweilige Updates über das gleiche Programm stattfinden.

Hier ist auch bereits der größte Nachteil genannt, denn ein Update im Verwaltungsbereich erfordert somit zugleich ein Update der Buchhaltung, bzw. gemeinsam benutzte Prozesse können bei einem Update den Ablauf stören. Die Konsequenzen sind insbesondere darin zu sehen, dass ein sehr an Stabilität orientierter Prozess (Buchhaltung) dominant die anderen Bereiche für Updateprozesse bestimmt. Oft werden dann Nebensysteme im Vertrieb geführt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Der daraus resultierende manuelle Aufwand ist erheblich.

Weiterhin muss man sich die Frage stellen, ob ein Finanzbuchhaltungssystem den Schwerpunkt einer Leasingsoftware ausgleichen kann und umgekehrt, ob ein Verwaltungssystem so stark in dem Bereich Finanzbuchhaltung ist, wie ein auf diesen Bereich spezialisiertes Unternehmen.

Unserer Erfahrungen im Umgang mit den diversen Modellen haben in LeasPro zu dem Ansatz geführt, die für eine Vertragsverwaltung wesentlichen Funktionen einer Buchhaltung selbst zu führen und darzustellen. Sobald es aber um spezialisierte Buchhaltungsfunktionen geht, überlassen wir es bestehenden und testierten Finanzbuchhaltungssystemen.

In der LeasPro Vertragsbuchhaltung sind deshalb folgende Funktionen eingebaut:

  • Erzeugen aller Sollstellungsbelege und Buchungen aus dem Leasinggeschäft
  • Erzeugen aller Belege aus kreditorischen Eingangsrechnungen
  • Erzeugen aller Gutschriften aus dem laufenden Geschäftsbetrieb
  • Erzeugen aller Zahlungsbewegungen für Ein- und Ausgangszahlungsverkehr
  • Rechnungslauf auf Einzel- und Sammelvertragsebene
  • Erfassen und Buchen von Rücklastschriften
  • Offene Posten Verwaltung mit speziellem Mahnwesen, wie es Leasinggesellschaften benötigen
  • Verwaltung aller Abgrenzungen und Auflösungen aus Rechnungs- und Bilanzabgrenzungen
  • Führen des Leasinganlagevermögens
  • Buchungen werden nach lokalen und internationalen (IFRS) Vorschriften erstellt. Dies in parallel für diverse Rechnungslegungswerke möglich.

Wo liegen die Vorteile dieser Art von Vertragsbuchhaltung:

  • Aktuelle Informationen in einer Vertragsverwaltung – ohne notwendiger Kontierung einer Finanzbuchhaltung
  • Schnelle Anpassbarkeit bei Prozessen, wie Mahnwesen, Lastschrifteinzug, Rechnungslauf und Abgrenzungen
  • Debitoren und Kreditorenmanagement mit der Möglichkeit der Übergabe von Sammelbelegen
  • Integration via webservice als Informationsaustauschplattform
  • Eigene Abstimmungsmechanismen, die buchhalterische Inkonsistenzen frühzeitig erkennbar machen

Sonntag, 27. Januar 2008

LifeCycle des Vertrag

Der LifeCycle des Leasingvertrags

Stellvertretend für alle Derivate des Portfolios an Verwaltungen der Finanzierungsprodukte ist der Leasingvertrag als das komplexeste Modell ausgewählt. Dies resultiert daraus, dass durch die vielen Abgrenzungen und das Führen des Anlagevermögens diese Form des Vertrages als die komplexeste angesehen wird.

Der LifeCycle des Leasingvertrags beginnt ab der Phase, wenn er zu einem Vertrag wird, also entsprechend unserer getroffenen Abgrenzung mit Annahme eines genehmigten Antrages. In LeasPro mit Anlage des Datensatzes in der Vertragsverwaltung.

Die Besonderheit in LeasPro ist – wie bereits beschrieben – das Plandenken. Somit stehen bei Aktivierung des Vertrages alle Parameter fest, die zukünftige eintreten werden und der komplette LifeCycle kann in diesem Fall bereits festgeschrieben werden. Die Ausnahme stellen Ratenbestandteile dar, die einer ständigen Änderung unterworfen sind, z.B. Leitzinsorientierte Leasingraten oder im Bereich der Zusatzleistungen sich ändernde Ratenbestandteile.

Für den Rest an vorprogrammierten Informationen wird der Vertrag in LeasPro bereits bis zum Vertragsende mit Zahlplänen, Belegen und Buchungen ausgestattet, so dass im Falle eines regulären Vertragsverlaufs keine Änderungen in diesen Einstellungen geschehen. Sollten sich Änderungen ergeben, dann passt LeasPro automatisch den Rest an, so dass dieser Vertrag wieder eingeplant werden kann.

Die Prozesse in LeasPro sind in Hauptkategorien gegliedert.

Vertragsaktivierung

Bei der Vertragsaktivierung werden alle Prozesse, die am Anfang stattfinden ausgeführt:

  • Erfassung oder Zuordnung von bereits erfassten Eingangsrechnungen für Objekte zum Vertrag
  • Ergänzung der Vertrags-, Objekt- und Kundendaten aus Sicht des Vertragsverwalters
  • Anpassung der kalkulatorischen Grundlagen, bei Änderungen seit genehmigten Antrag
  • Berechnung von Sondermieten, Teilraten und sonstigen Bearbeitungsgebühren
  • Prüfen von Provisionen
  • Zahlungsfreigabe
  • Buchen der Belege
  • Aktivierung der Zahlpläne mit Belegen und Buchungen
  • Aktivierung des Anlagevermögens

Vertragsverlauf

Hier werden alle Prozesse, die sich nach der Vertragsaktivierung ergeben gesteuert:

  • Erfassung von weiteren Eingangsrechnungen, Ausgangsrechnungen
  • Gutschriften an Debitoren und Kreditoren
  • Manuelle Zahlungen erfassen

Vertragsänderungen

Dieser Prozess in LeasPro steuert sämtliche Änderungen, die sich in einem LifeCycle ergeben können:

  • Kundenwechsel
  • Objekttausch
  • Teilabgang
  • Teilzugang
  • Stundung
  • Streckung
  • Verkürzung
  • Verlängerung
  • Ratenänderung
  • Änderungen der Zahlungsinformationen

Vertragsbeendigung

In LeasPro sammeln sich hier die Vorgänge für:

  • Vorzeitige Vertragsbeendigung
  • Reguläre Vertragsbeendigung
  • Endabrechnung

Jeder einzelne Prozess des LifeCycle wird in Leaspro anhand eines Workflows gesteuert, so dass der Benutzer anhand einer computergeführten Checkliste die erforderlichen Einzelschritte abarbeitet. Die Software handelt im Hintergrund die notwendigen Prüfungen ab, um ein gleichartiges und konsistentes Gebilde zu haben. Wenn alle Arbeiten abgearbeitet wurden, kann über das optionale 4-Augenprinzip eine Prüfung der Daten vorgenommen werden.

Im Anschluss daran wird die Planbuchhaltung entsprechend korrigiert und neu aufgebaut, so dass der LifeCycle wieder stimmig ist. Diese Prüfung am Ende eines Prozesses auf Einzelvertragsbasis sichert die buchhalterischen Ergebnisse ab, so dass nicht erst beim nächsten Monatsende oder Jahresabschluss die Fehler der Vergangenheit aufkommen.

Samstag, 26. Januar 2008

front office bis back office (Abgrenzung)

Abgrenzung von front office, middle office und back office Systemen

Im Laufe der Zeit hat sich Leasingsoftware ständig fortentwickelt. Die ersten Softwareprogramme bestanden überwiegend aus reinen Vertragsverwaltungsprogrammen. Hier ging es in erster Linie darum, die Vielzahl von Verträgen zu verwalten. Erst in der Folgezeit kamen Angebotssysteme – zunächst separat – hinzu, um die Informationskette bereits aus dem Vertrieb heraus zu steuern. Diese Systeme wurden immer mehr zu ineinander verketteten Systemen, bzw. wurde das Angebotswesen meist separat dazu entwickelt. Diese Entwicklungsstufe wurde in den 90iger Jahren durch die Ergänzung der Antragsverwaltung als eigenständige Verwaltung mit eigener Existenzberechtigung vollendet.

Moderne Leasingsysteme bestehen deshalb heute aus einem vollintegriertem System ohne Medienbruch und mit Schnittstellen zu eigenen oder externen Core-Systemen. Die Vorteile einer voll integrierten Lösung liegen insbesondere darin, dass auch in späteren Phasen der Vertragsbearbeitung auf die anderen Datenbanken und Funktionen zurückgegriffen werden kann.

front office

Unter front office bei Leasingsystemen versteht man in erster Linie die Funktionalitäten, die im direkten oder indirekten Kontakt mit dem Kunden stattfinden. Im weiteren Sinne kann man diesen Arbeitsplatz auch als POS (point of sales) bezeichnen. In LeasPro ergänzen wir diese Funktionen allerdings um alle Aktivitäten, die mit der Gewinnung und Erhaltung von Kunden zusammenstehen:

  • Vertriebsplanung
  • Vertriebsverfolgung
  • Vertriebsstatistiken
  • Analysen
  • Kundenmanagement
  • Integriertes Informationsmanagement aus den Bereichen Antragsverwaltung und Vertragsverwaltung
  • Ampelentscheidungen

Die Grenzen zum middle office sind deshalb nicht exakt zu ziehen, denn oft werden Kreditentscheidungen innerhalb von Leitplanken- oder Scoring-Systemen bereits im front-office entschieden.


middle office


Das middle office übernimmt gewöhnlich den Prozess der Kreditprüfung und Kreditentscheidung, häufig unterstützt durch Scoring- und Ratingsysteme und unter Zuhilfenahme von Entscheidungen der Refibanken. Da die Entscheidungen teilweise im front office bereits getätigt werden, dient das middle office an dieser Stelle der Verifizierung der automatischen Entscheidung durch Überprüfung der Aussagen und Informationen, die zu diesen Kreditentscheid geführt hatten.

In LeasPro ist das middle office die klassische Antragsverwaltung, die auch innerhalb von Vertragsprozessen, die einer erneuten Kreditprüfung bedürfen wiederum aufgerufen wird. Diese Datenbank ist an den Stellen von der Angebots- oder Vertragsdatenbank getrennt, wenn es um das revisionssichere Festhalten von Kreditentscheidungsinformationen geht. Hier werden folgende Schritte getätigt:

  • Prüfen der Angebotsdaten aus dem Vertrieb
  • Ergänzen der bisherigen Daten, um die in dieser Phase zur Verfügung stehenden Informationen
  • Berechnen von Kreditnehmerobligen durch bestehende Verträge, Anträge oder Sicherheiten
  • Einholen der Unterlagen, die zur Kreditentscheidung notwendig sind
  • Aufruf des internen Scoring und Berechnen von Ratingwerten
  • Festlegung der eigenen Kreditentscheidung anhand von Voten
  • Trennung der Entscheidungen nach Kompetenzrichtlinien
  • Integration der Refibanken in die Kreditentscheidung

back office

Das back office dient der Betreuung aller bereits zugesagten Anträge, unabhängig vom zukünftigen Vertragsbeginn. In LeasPro beginnt der LifeCycle des Leasingvertrags, bzw. der Derivate Mietkauf, Finanzierung und Sonderformen. Hier werden die Grundprozesse in Workflows bearbeitet:

  • Vertragsaktivierung
  • Vertragsverlauf
  • Vertragsänderungen
  • Vertragsbeendigung
  • Jobs zur Steuerung der Batchprozesse (Zahlwesen, Rechnungswesen, Mahnwesen)
  • Statistiken und Analysen für das Controlling
  • Vertragsbuchhaltung

Die Details hierzu sind im Blog LifeCycle ausführlich beschrieben.

Montag, 21. Januar 2008

Gateway Funktionen in LeasPro

Gateway Funktionen in LeasPro

In LeasPro stehen aufgrund der Softwarearchitektur diverse webservices sehr einfach zur Verfügung. LeasPro in sich agiert wie ein großes Netzwerk an webservices, so daß die Anbindung von externen Webservices über XML als Kommunikationsmedium ermöglicht wird.

Bestehende bekannte Gateways sind:
  • Creditreform
  • Schufa
  • Deutsche Bank Bankauskunft
  • Faxgateway
  • Mailgateway
  • Scannergateway
  • SMSgateway
Hinzu kommen spezielle für Kunden angepasste Gateways
  • Zentrale Kundendatenbank
  • Buchhaltung Hauptbuch
  • Externe Ratingsystem
  • Externe Ampelsysteme
Ohne diese Gatewayfunktionen besitzt die Leasingsoftware eine Ausprägung als Insellösung. Sämtliche Informationen müssen redundant beschafft, erfasst und verarbeitet werden. Änderungen in über- oder untergeordneten Systemen führen zu möglichen Datendifferenzen.

Die Gatewayfunktion ist bei synchronen Modellen auf Schnelligkeit hin ausgelegt. Dadurch sinken die Prozesszeiten erheblich.

Sonntag, 20. Januar 2008

POS Systeme im Leasing

Integration von POS-Systeme in eine Leasinglandschaft


Die POS-Systeme (Point of Sale) stellen sich heute in der Form vor, dass sie überwiegend bei Händlern und Vermittlern installiert sind, um Neugeschäft zu generieren. Dabei gibt es heute überwiegend webbasierte Systeme, denn durch den online-Anschluß hat man folgende Vorteile:

  • Aktualität der Kalkulationsdaten
  • Online-Check von Anfragen
  • Sofortige Weiterverarbeitung in Folgesystemen
  • Dialog mit der Kreditabteilung ohne Wartezeiten
  • Einfache Einarbeitung der Benutzer
  • Einfache Einrichtung der Software (ledigliche Internetzugang erforderlich)
  • Einfache Wartbarkeit

Die Basics eines POS-Systems sind die Kalkulation nach Vorgaben der Leasinggesellschaft, die sich aufgrund der Eckdaten Benutzer, Kunde, Vertragsform, Objekttyp ergeben. Das können heute sehr viele Systeme in einer ausreichenden Form. In LeasPro ist es darüber hinaus möglich, die hier zu Grunde liegenden Tabellen universell zu gestalten und mit einander zu verknüpfen. Dies ermöglicht die Adminebene durch dynamische Parametertabellen, ohne dass bei Änderungen ein Programmieraufwand notwendig ist. Ebenso ist es möglich innerhalb einer Kalkulation mit verschiedenen Varianten zu kalkulieren. So ergibt sich eine sehr flexible Kalkulation zum Kunden hin, denn man kann nach jeder Größe in der Berechnungsformel auflösen.

Der nächste Schritt ist die Angebotserstellung, bzw. der Dokumentendruck. Hier ist es erforderlich ein übersichtliches Angebot für den Kunden zu erstellen. Auch hier unterstützt die Software diesen Prozess in der erforderlichen Form. Daneben werden aber auch Dokumente benötigt, die man ebenfalls am POS bereits ausdrucken und dem Kunden vorlegen möchte. Dies sind neben dem Antrag oder Vertrag die Formulare der Selbstauskunft, Bankauskunft, AGB`s und sonstige Zusatzdokumente, die man bereits unterschrieben erhalten kann. Diese Dokumente müssen für jede Vertragsart vorhanden sein. Unsere ausgereiften LeasPro POS System haben zum Teil mehr als 40 Formulare im Set.

Während dieser beiden bereits genannten Schritte, ist es erforderlich und von Vorteil, bereits möglichst viele Daten vom Kunden und vom Objekt zu sammeln. Die nachfolgenden Prozesse werden dadurch vereinfacht und unterstützt.

Die unterschriebenen Dokumente können in LeasPro eingescannt und zur virtuellen Akte hinzugefügt werden. Sie sind dann jederzeit im Backoffice verfügbar.

Als weiterer wichtiger Schritt bei POS-Systemen ist die Angebotsverfolgung zu nennen. Je nach Geschäftsart ist der Kunde nicht gleich bereit den Vertrag zu unterschreiben. Daher müssen Wiedervorlagen und statistische Parameter gesetzt werden, um den Benutzer hier zu unterstützen. Hier schließt sich auch das Controlling an, das der Leasinggesellschaft wichtige Informationen zur Nutzung des Portals und inhaltliche Informationen über Kalkulationen und Prozesse gibt. Nur so kann die Vertriebsleistung optimiert werden.

Ein Konfigurator rundet in LeasPro die Möglichkeit der Objektbestimmung ein. Hier können feste Vorlagen oder Vorlagen mit Zusatzausstattungen festgelegt werden, was zu schnelleren und genaueren Informationen bei der Objektkalkulation führt. Der Konfigurator ist dabei universell konstruiert, so dass jedes Produkt - nicht nur KFZ - damit konfiguriert werden können. Eine wesentliche Erleichterung am POS.

Zuletzt stellt sich die Frage, wie weit POS-System getrennt von den eigentlichen Bestandssystemen geführt werden können. Grundsätzlich positiv ist es schon mal, wenn überhaupt ein POS-System benutzt wird. Vielfach wird noch mit Listen, Tabellen und Taschenrechnern agiert. Der nächste Schritt, ist die Benutzung eines ausgereiften und guten POS-Systems, um am Markt im Wettbewerb bestehen zu können. Wenn man dann noch über eine Schnittstelle verfügt, damit die Daten nicht nochmals erfasst werden müssen, ist man schon ziemlich weit.

Wo liegen also die Vorteile eines vollintegrierten POS-Systems?

  • Keine Schnittstelle, daher keine Anpassungen nötig
  • Direkter Zugriff auf Kundeninformationen (Obligen, Offene Posten)
  • Datenaustausch auch während der Vertrags-Lifecycle-Phase
  • Rückschlüsse auf den Kunden über ein ganzheitliches CRM
  • Integration der POS-Benutzer auf Änderungsprozesse des Kunden
  • Integration der POS-Benutzer auf Vertragsendeaktivitäten
  • Integration der POS-Benutzer auf Vertragsstörungen (Mahnwesen, z.B.)

In der Summe kann man sagen, dass der ganzheitliche Ansatz von Informationen und die Beteiligung der POS-Benutzer am Gesamtprozess im Vordergrund stehen. Dadurch ergeben sich Vorteile durch besserer Informationspolitik und ein Verlagern der Prozesse auf die geeigneten Benutzer. In LeasPro wird em zusätzlich mittels eines festen 4-Augen-Prinzips Rechnung getragen.

Samstag, 19. Januar 2008

Rating als Bestandteil von Leasingsoftware

Warum Rating innerhalb einer Leasingsoftware wichtig ist:


Seit Basel I und Basel II ist das Rating in der Kreditwirtschaft in aller Munde. Es hat sich hier ein eigenständiger Wirtschaftsbereich gebildet, der mit Ratingprogrammen und Ratingberatern geradezu überschwemmt wurde.

Viele Banken setzen eigene selbst oder gemeinsam entwickelte Softwareprogramme ein, um dem Thema Rating gerecht zu werden. Bei Leasinggesellschaften haben sich trotz dem Bestehen von Basel II die eigenen Ratingprogramme nicht derart durchgesetzt. Die Gründe sind:

  • Rating nicht erforderlich, weil die Refinanzierung sowieso ein eigenes Rating erstellt
  • Rating wird über Dritte objektive Institute getätigt (Creditreform, Schufa, anderer)
  • Die Bewertungen werden nach bestehenden Verfahren und Strukturen nach wie vor gemacht.

In LeasPro haben wir uns sehr früh mit dem Thema Rating beschäftigt und ein Scoringprogramm entwickelt, das uns Punktwerte errechnet, anhand derer wir eine Ausfallwahrscheinlichkeit ermitteln können. Unterschiede zu den o.a. Programmen sind insbesondere:

  • Scoring über Kunden, aber auch Objekt und Vertragskonstellationen
  • Scoring des Lieferanten und der Sicherheiten möglich
  • Scoring ist individuell anpassbar

Nehmen wir den letzten Punkt, dann erkennt man die wesentlichen Unterschiede, denn das Leasinggeschäft unterscheidet sich vom Kreditgeschäft und innerhalb des Leasinggeschäfts, je nach Schwerpunkt der Leasinggesellschaft -> siehe hierzu: Definition von Leasingsoftware.

Das individualisierte Rating - bei uns auch "Hausrating" genannt, zeigt die Grenzen auf, bei denen der Wettbewerb ein Geschäft ablehnt und man selbst das Geschäft tätigt, weil man in diesem Bereich über Spezialwissen verfügt.

Nicht zugesagtes Geschäft bedeutet "Verlust von Margen", wenn es vertragsgemäß erfüllt wird. Zugsagtes aber problembehaftetes Geschäft kann zu Verlusten führen. Ohne ein individuelles "Hausrating" ist diese Bewertung nie strukturiert möglich. Oft wird das Wissen aus dem Bauch heraus gesteuert und der Kreditmanager entscheidet aufgrund seiner langjährigen Erfahrung. Das ist manchmal sehr effizient, aber es fehlt die strukturierte und organisatorische Komponente. So lange es gut geht, wird hier nicht nachgebessert werden, aber der menschliche Faktor ist nicht unfehlbar und irgendwann hat man den großen Schaden aufgrund einer Unachtsamkeit.

Im Ratingkatalog werden diese Faktoren durch vorgegebene Strukturen abgesichert. Jede Entscheidung basiert auf gleichen Erkenntnissen innerhalb der Leasinggesellschaft.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist aber auch die Historie und die gegenwärtige Betrachtung. Meist wird ein Rating am Anfang der Laufzeit getätigt, so daß hier ein Wert zur Beurteilung feststeht. Dieser bleibt dann bis zur nächsten Kreditentscheidung konstant.

In LeasPro wird jedes Verhalten des Kunden weiter beobachtet: ordnungsgemäße Zahlungen belohnt und Rücklastschriften bestraft. Ein häufiger Wechsel der Bankverbindung kann ebenfalls zu negativen Tendenzen führen, so daß man ein "Lifecycle-Rating" besitzt, und ständig das Risikopotential des Vertragsbestandes überprüft.

Das Rating in LeasPro ist nach internationalen Vorgaben aufgebaut. Das resultiert daher, dass in den verschiedenen Ländern unterschiedliche Informationsquellen, Skalierungen und Informationsinhalte existieren. In USA zum Beispiel hat man über den Kreditnehmer eine komplette Historie seines Cashverhaltens, weit über die Grenzen des eigentlichen Kreditgeschäftes hinaus. Dies muss in der Software abgebildet und für die einheitliche Ausfallwahrscheinlichkeit aufbereitet werden.

Aus den vielen oben angeführten Gründen ist es innerhalb einer Leasingsoftware unerläßlich, ein eigenes paralles Rating zu betreiben, um das Risikopotential zu minimieren. Oft wird man das externe System bei der Kreditvergabe benutzen, um Informationen anreichern, die ein "Objektrating" ergeben, um dann die eigentliche Ratingposition in ein zusätzliches Hausrating zu übernehmen. Dann hat man die Sicherheit, den Bestand an Verträgen jederzeit aus Risikosicht zu optimieren und drohende Gefahren früh zu erkennen, um gegensteuern zu können.

Mittwoch, 16. Januar 2008

Internationalität von Leasingsoftware

Über die Internationalität von Leasingsoftware

Wenn man sich überlegt, welche Funktionen für ein international einsetzbares Produkt wichtig sind, dann findet man bereits genügend Ergebnisse bei vorhandenen ERP-Systemen.

Durch die steuerrechtlichen und handelsrechtlichen Besonderheiten, bzw. den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nimmt das Leasinggeschäft hier eine Sonderstellung ein, die im folgenden betrachtet wird:

  1. Domestic-Leasing und Crossborder-Leasing
  2. Mehrwährungsfähigkeit
  3. Mehrsprachenfähigkeit
  4. Mehrbilanzfähigkeit
  5. Landesspezifische Sondervorschriften

Zu 1.) Generell ist es für international tätige Unternehmen wichtig, zu entscheiden, ob man ausschließlich im Inland tätig ist, eine eigenständige Gesellschaft im Ausland gründet oder das Geschäft über die Grenze abwickelt. Die Auswirkungen der Entscheidung kann weitreichende Folgen haben und ist hier nicht Gegenstand der Betrachtung.

Für eine Leasingsoftware kommen hier spezielle Anforderungen in Betracht, weil es entscheidend für die Kalkulationen, die Abwicklung und Berechnungen ist, ob der Leasingnehmer nach inländischen oder ausländischen Rechtsvorschriften behandelt wird. Beim Crossborder Leasing kommt noch die Komplexität der Eigentumsrechte je nach Vertragsart hinzu.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist, wie sich die Mandantenfähigkeit in einem multinationalen Produkt darstellt. Die einfachste Möglichkeit der kompletten Trennung der Server bedeutet auch einen Verzicht an Informationen, die landesübergreifend wichtig sein können, zum Beispiel das Obligo eines Kunden, der selbst international tätig ist.

Für all diese Bereiche haben wir in LeasPro Lösungen geschaffen, die auf die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Leasinggesellschaft maßgeschneidert werden können - ohne Neuprogrammierung und ohne großen Aufwand.

Zu 2.) Auch im Wege der Euro-Einführung in immer mehr Länder, spielen im internationalen Geschäft Fremdwährungen und Parallelwährungen eine große Rolle. Dabei findet sich die klassische Trennung von Sollstellungen und Zahlungen ebenso wie die Trennung von Aktiv- und Passivgeschäft wieder.

In LeasPro haben wir eine durchgängige Lösung geschaffen, die Währung auf den verschiedenen Ebenen zu trennen und sogar jede geplante Zahlung zu differenzieren.

Zu 3.) Die Mehrsprachenfähigkeit ist ein nicht zu unterschätzendes Problem. Für viele Softwareprodukte bedeutet Mehrsprachenfähigkeit = Zweisprachfähigkeit. Interessant ist es aber für jedes Land die Benutzersprache anzubieten, für Externe eine Wartungssprache und für gemeinsame Überlegungen eine Konzernsprache zu bestimmen.

Diese Sprachfähigkeit benötigt man bei allen Eingaben ins die Software aber auch bei allen Ausgaben (Dokumente, Listen, Statistiken).

Nicht zu unterschätzen sind die exotischen Schriftsätze und veränderte Schreibrichtungen. Insbesondere haben einige Sprachen die Spezialität, dass Wörter wesentlich länger sind, als es im Deutschen oder Englischen üblich ist. Daraus entstehen Probleme im Maskenaufbau, denn was im Deutschen gut aussieht sieht dann im Griechischen unpassend und abgeschnitten aus.

In LeasPro haben wir eine internationale Codierung (unicode) eingebaut, und durch die browserbasierten Masken überlassen wir den Maskenaufbau und damit den Umbruch dem Betriebssystem, ohne selbst Anpassungen machen zu müssen.

So erfassen die Araber die Daten von rechts nach links und die Chinesen erfassen ihre Wortsilben. Da das Internet für die Welt konzipiert ist, nutzen wir diesen Vorteil einer webbasierten Software.

Zu 4.) Jedes Land hat seine individuellen Bilanzvorschriften. In großen Konzernen stellt man die Bilanz aber zusätzlich nach den Landesvorschriften der Konzernmutter, nach der Landesgesellschaft und nach der IFRS-Rechnungslegung auf. Das bedeutet, dass ein Sachverhalt nach den unterschiedlichen Methoden beurteilt und gewertet oder gebucht werden muss.

In LeasPro haben wir ein Instrument der mehrfachen Analysen geschaffen, das nach diversen Bilanzkriterien aufgestellt und berechnet werden kann. Es gibt keine Limits, so dass diese Bilanzen für jeden Zweck verwendet werden können.

Auch die Übergabe von Daten in mehrere Parallelsysteme ist möglich. Durch die Planbuchhaltung in LeasPro ist außerdem das Erstellen von Auswertungen ohne Neuberechnungen möglich -> sehr schnelle Übersichten und Auswertungen, wie bereits an anderer Stelle beschrieben.

Zu 5.) Die Sondervorschriften die jedes Land hat, gleichen sich bei einer Zerlegung der Prozesse in mehreren Ländern. Ziel von LeasPro war es hier einheitliche Verarbeitungen mit Parametrisierung zu schaffen, so dass eine Abschreibung nach verschiedenen Methoden mit einem Programm aufgrund vielfacher Methoden einheitlich berechnet werden kann. Dies zieht sich an mehreren Stellen durch das System:

  • Zahlungseingänge
  • Zahlungsausgänge
  • Rechnungserstellung
  • Zahlscheinerstellung
  • Abgrenzungen
  • Abschreibungen
  • Steuersatzproblematiken, Steuervalutierungen
  • Mahnwesen
  • etc.

Anpassungen an CI

Anpassung der Software an die CI des Unternehmens

Diesem Thema möchte ich auch ein paar Gedanken widmen. Heute ist es beim Erwerb von Standardsoftware überwiegend so, dass man auf die Benutzeroberfläche kaum einen Einfluss hat. Dies hat nur einen Vorteil, nämlich, dass es für einen Supportmitarbeiter einfacher ist, Hilfe zu leisten, weil er bereits alles in der vorgegebenen Form kennt.

CI ist in Wikipedia wie folgt definiert:

Corporate Identity ist der abgestimmte Einsatz von Verhalten, Kommunikation und Erscheinungsbild nach innen und außen auf der Basis eines sich dadurch mit Leben füllenden Unternehmensleitbilds, mit dem Ziel einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung.[1] Die Corporate Identity (CI), auch Unternehmensidentität, ist also die „Persönlichkeit“ bzw. der „Charakter“ einer Organisation, die als einheitlicher Akteur – mit sozusagen menschlichen Eigenschaften – handelt und wahrgenommen wird.
Die Corporate Identity/Firmenpersönlichkeit repräsentiert die Gesamtheit der Charakteristika eines Unternehmens. Das Konzept der „CI“ beruht auf der Idee, dass Unternehmen wie Persönlichkeiten wahrgenommen werden und ähnlich wie solche handeln können. Insofern wird Unternehmen eine quasi menschliche „Persönlichkeit“ zugesprochen – bzw. es wird als Aufgabe der Unternehmenskommunikation angesehen, Unternehmen zu einer solchen
Identität zu verhelfen. Die Identität einer Person ergibt sich für den Beobachter normalerweise aus der optischen Erscheinung sowie der Art und Weise zu sprechen und zu handeln. Betrachtet man ein Unternehmen als einen gewissermaßen personalen Akteur, so lässt sich seine Identität mit einer Strategie konsistenten Handelns, Kommunizierens und visuellen Auftretens vermitteln. Falls alles zueinander passt und die komplementären Teile ein einheitliches Ganzes ergeben, entsteht eine stabile Wahrnehmung eines Akteurs mit einem spezifischen Charakter, die Corporate Identity. Typischerweise umfasst die CI die Unternehmensphilosophie, das Leitbild, die Begrifflichkeiten, die Handlungsrichtlinien, den Namen, das Logo, weitere visuelle Zeichen, ggf. akustische Zeichen sowie alle weiteren Unterscheidungs- und Alleinstellungsmerkmale und insbesondere - sofern vorhanden - das besondere Versprechen des Unternehmens als Marke.

Die CI ist also ein wichtiges Thema gerade in Bezug auf die Software, wenn es darum geht, Identität aufzuweisen. Vergleichen wir es mal mit der Homepage. Jedes Unternehmen hat im Idealfall seine eigene Homepage entwickelt, bzw. entwickeln lassen, damit es sich im Markt absetzt. Hier würde keiner auf die Idee kommen, konforme Strukturen und Designs zu verwenden, so wie es der Wettbewerb bereits publiziert hat.

In LeasPro haben wir das in der Form verwirklicht, dass jedes Unternehmen mit geringem Aufwand bereits sein Erscheinungsbild verändern kann. Mit etwas mehr Aufwand sind Masken individuell anpassbar und mit weiterem Aufwand kann das komplette Look&Feel geändert werden OHNE dass die Funktionalität der Software verändert wird.

Diese Vorteile bietet eine browserbasierte Software sehr einfach an, da die Bereiche Webserver und Applicationserver getrennt sind. Die Kommunikation findet anhand XML-Standards statt. So ist eine jederzeitige Dynamik und Anpassung der Oberflächen schnell und einfach möglich.

Auch für den Mitarbeiter ergeben sich hier arbeitspsychologische Vorteile, denn man kann bis auf die Userebene das Arbeitsumfeld ideal an die Vorstellungen des Mitarbeiters anpassen. Dieser hat letztlich mehr Affinität mit dem Programm und der Nutzen für das Unternehmen steigt (Lust statt Frust).

Dienstag, 15. Januar 2008

Skalierbarkeit und große Datenmengen

Über die Skalierbarkeit und große Datenmengen

Skalierbarkeit wird bei Wikipedia wie folgt definiert:

"In der Informatik und Softwaretechnik bezeichnet Skalierbarkeit das Verhalten von Programmen oder Algorithmen bezüglich des Ressourcenbedarfs bei wachsenden Eingabemengen, also die Performance und die Komplexität: Ein Software-Produkt ist „gut skalierbar“, wenn es beispielsweise bei der zehnfachen Leistung (Nennlast) mit ca. den zehnfachen Ressourcen auskommt. Ein „schlecht skalierbares“ Produkt hingegen würde bei doppelter Last bereits die zehnfachen Ressourcen benötigen und bei zehnfacher Last komplett ausfallen. Ein gut skalierbares paralleles Programm benötigt bei der doppelten Anzahl von Prozessoren die Hälfte der Rechenzeit. Aufgrund der Kommunikation zwischen den Prozessoren wird dieser Wert allerdings nie exakt erreicht "

In LeasPro haben wir die technischen Voraussetzungen geschaffen auf der Serverseite zu skalieren. Dies geschieht in einer horizontalen und in einer vertikalen Ebene. Auf der vertikalen Ebene werden die Ebenen (Webserver - Applicationserver - Databaseserver) nicht mehr auf einem einzigen sondern auf drei verschiedenen Servern installiert, wobei jeder Server durch Speicher und Prozessor oder Kapazitätsleistung ebenfalls skaliert werden kann. Diese horizontale Skalierung kann unter Linux in Form von Cluster weiter optimiert werden. Hierbei wird dann eines der drei genannten Elemente auf einem Clusterserver installiert, der wiederum aus mehreren Einzelservern besteht. Da es hier keine bekannte Begrenzung gibt werden diese "Serverfarmen" für hohe Ausfallsicherheiten, Load Balancing oder hohe Rechenoperationen verwendet.

Im Ergebnis bedeutet es, dass man an einem zentralen Ort (dem Rechenzentrum) die Leistung bedarfsgerecht genau den Ansprüchen anpassen kann, um KEINEN Engpass durch Rechenleistung zu spüren zu bekommen.

Große Datenmengen bedürfen natürlich auch einer großen Rechenleistung, um schnell und zeitgerecht Rechenoperationen durchzuführen. Hier kommt aber auch der Organisation und Datenstruktur der Software eine entscheidende Rolle zu.

Wie bereits beim Plandenken ausgeführt, wird in LeasPro alles in Zeitreihen verwaltet. Das ist für die Abarbeitung von großen Datenmengen ideal, weil der Zugriff nur lesend und nicht rechnend erfolgen muss. Ebenso spielt der Wegfall der sonst notwendigen Monatsabschlüsse weg, wodurch wiederum Zeit gewonnen wird, die ansonsten zu Konflikten führen würden.

Insgesamt sind deshalb Datenmengen mit mehr als 500.000 Verträgen kein technisches Problem mehr.

Schnelligkeit im Leasinggeschäft

Wie wichtig ist die Schnelligkeit im Leasinggeschäft?

An den folgenden Stellen ist die Schnelligkeit gefragt:
  • Abschluss von Verträgen
  • Erkennen von Risiken
  • Abwicklung der Verwaltungsaufgaben
  • Bedarfsgerechte Kundenorientierung
  • Auswertungen für das Controlling

Wir hatten einmal in einem Feldversuch geprüft, wie lange es dauert, bis man einen Vertrag zum Abschluss bringt. Dabei hatte eine verdeckte Person 10 diverse Leasinggesellschaften um ein Angebot gebeten, die Kreditzusage abgewartet, um dann den Vertrag zu unterschreiben.

Die Ergebnisse waren mehr als unerwartet schlecht:

  • 2 Gesellschaften waren relativ schnell
  • 4 Gesellschaften hatten Durchlaufzeiten bis zu 2 Wochen
  • 4 Gesellschaften hatten sich überhaupt nicht mit der Ausschreibung beschäftigt.

Wo lauern die Zeitfresser?

Nun zum einen bereits bei der Angebotserstellung. Diese erfolgt oft nicht mittels eines integrierten Kalkulation- und Angebotserstellungsprogrammes sondern manuell mit einem Taschenrechner und das Angebot in einer Textverarbeitung.

Die Informationen zur Kreditprüfung werden aufgrund fehlender Workflowstrukturen nicht zeitgerecht beschafft. Mangelnde online-Verbindungen bedeuten längere Verkehrswege bis die Entscheidungsunterlagen im Hause sind.

Entscheidungen werden nicht systemunterstützt sondern nach Checklisten oder Bauchgefühl getätigt und verzögern diesen Prozess.

Verträge werden per Hand oder halbmaschinell ausgefüllt und auf dem Postweg versandt.

In der Summe entstehen hier bereits Durchlaufzeiten, die je nach Objekttyp und Objektwert nicht vertretbar sind.

Hier merkt der Kunde spürbar die Leistungsfähigkeit der Leasinggesellschaft und die Abschlussquote wird durch den Wettbewerb mitbestimmt.

Während im ersten Teil eher der fehlende Umsatz zu spüren ist, werden die Zeitfresser im Verwaltungsbereich zu gefährlichen Kostenverursachern. neben den Routineaufgaben, die oft suboptimal gelöst sind, weil keine organisierten Workflows existieren, sind die Sonderfälle diejenigen Positionen, die in der Zeitaufstellung einen sehr hohen Prozentwert einnehmen. dadurch, dass für diese Sonderfälle keine klaren Definitionen anhand von Workflows existieren, werden solche Fälle von drei verschiedenen Personen oft auf drei verschiedenen Wegen gelöst - mit allen Nachwirkungen.

Zum Monatsende hin sind aufgrund der Monatsabschlussarbeiten teilweise die System für Neuanlagen gesperrt und die Verarbeitung kommt ins Stocken. Die Abschlüsse selbst dauern viel zu lange und die Haupttätigkeit besteht darin, die Ergebnisse abzuwarten und zu prüfen.

Eine bedarfsgerechte Kundenorientierung bleibt oft aus, da die Informationen zu den Kunden nicht vorhanden und in einem CRM-System gespeichert sind. Das fängt von einer vernünftigen Adressverwaltung an, um unnötige Reisezeiten zu vermeiden, bis hin zu unnütze Besuche der Vertriebsmitarbeiter beim Kunden, weil er dessen persönliches Profil nur im Kopf hat, anstatt auf profunde Daten zuzugreifen. Oft ist dann der Wettbewerb schneller und der Kunde verloren.

Der Controlling- und Auswertungsbereich erfordert in erster Linie eine schnelle Aussagefähigkeit zu bestimmten Grundinformationen. Wenn man auf eine Mahnliste erst warten muss, anstatt diese auf Knopfdruck abzurufen, dann vergeht kostbare Zeit. Ebenso verhält es sich bei komplexen Berechnungen, wie die Obligoübersicht auf Barwertbasis. Auch hier will man adhoc Informationen abrufen können.

Genau diese Zeitfresser und Kostenverursacher waren Basiselemente bei der Entwicklung der Software. Wie bereits an anderer Stelle erläutert, findet in LeasPro aufgrund des Plandenkens im gesamten Bereich der Vertragsverwaltung eine immense Prozessbeschleunigung gegenüber monatsabschlussbasierten Systemen statt. Als Nebeneffekt steigt die Sicherheit mit den Ergebnissen der Verwaltung, da diese bereits geprüft und bestätigt sein können.

Aber auch im Bereich der Antragsbearbeitung, respektive Kreditprüfung, werden sämtliche Prozesse workflowgestützt bearbeitet und durch die Gateway-Funktionen zu Informationsbetreibern sind die Informationen ohne Zeitverzögerung im Haus. Entscheidungen können durch automatisierte Entscheidungssysteme in Sekunden Resultate liefern.

Letztlich bzw. ja an erster Stelle steht die Angebotserstellung. Hier liefert LeasPro alle Instrumente um variantenreich kalkulieren zu können und bedarfsgerecht auf den Kunden einzugehen. Ein Vertrag ist in wenigen Minuten ausgedruckt und unterschriftsreif. In Ergänzung mit dem CRM-Modul eine schnelle Möglichkeit den Kunden bevorzugt zu bedienen.

Unabhängigkeit bei LeasPro

Die Definition der Unabhängigkeit in LeasPro

Irgendwie ist man ja doch immer einer Art Abhängigkeit, die einen manchmal verzweifeln lässt. Mit der Benutzung einer Software geht man diverse Abhängigkeiten ein:

  1. Abhängigkeit vom Softwarehersteller
  2. Abhängigkeit vom persönlichen Softwareberater
  3. Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Software
  4. Abhängigkeit bei Erweiterungen im Funktionsumfang
  5. Abhängigkeit vom Betriebssystem, bzw. Rechner auf dem man arbeitet
  6. Abhängigkeit wenn sich äußere Parameter ändern.

zu 1.) Die Abhängigkeit vom Softwarehersteller ist naturgemäß vorgegeben. LeasPro ist als eine Art "open source" Software konzipiert. Die augenblicklichen verwendeten Software-Skills sind

  • Java
  • XML
  • HTML
  • SQL

Die Software liegt im Source-Code beim Notar, bzw. Anwalt in der jeweiligen aktuellen Version vor und kann im Falle der eigenen Weiterentwicklung durch die im Vertrag genannten Faktoren mit gewöhnliche Softwareentwickler ohne Zusatzausbildung fortgeführt und verbessert werden. Hierbei handelt es sich nicht nur um die "Notversorgung" im herkömmlichen Sinne, sondern die Philosophie uns Struktur der Software lebt auf Jahre hinweg weiter.

Im Falle, dass die Software im Source-Code erworben wird, ist eine unabhängige und parallele Weiterentwicklung der Software bereits vom Anfang weg möglich.

Zu 2.) Gerade dann, wenn die Einstellungen und Einrichtungen der Software durch einen persönlichen Projektbetreuer stattgefunden haben, ist man als Anwender in einer Abhängigkeit, insbesondere dann, wenn die Arbeiten nicht ausführlich genug dokumentiert wurden.

In LeasPro ist diese Abhängigkeit nur dann anzutreffen, wenn der Anwender auf jedwede Selbstmitwirkung verzichtet hat und auch keine Ressourcen zur Kontrolle bereitgestellt hat. Ansonsten ist die selbstdokumentierende Admin- oder Customizingebene so aufgebaut, dass jederzeit fremde mitwirken können.

Zu 3.) Diese Abhängigkeit drückt sich darin aus, dass man an irgendeinem Ort zu irgendeiner Zeit die Software benutzen möchte. Man kann aber nur dann unabhängig von Ort und Zeit Software benutzen, wenn man über eine webbasierte Technologie verfügt. Aktuell wird häufig die Citrix-Umgebung benutzt, um über das Web oder via Direktleitung auf die Ressourcen zuzugreifen. Abgesehen davon, dass diese Nutzung erhebliche Kosten verursacht, ist sie nicht omnipresent. Stellen Sie sich vor, dass Sie plötzlich im Urlaub Informationen aus Ihrem System benötigen - kein Problem, denn das nächste Internetcafe bietet alle Möglichkeiten an, den Arbeitsplatz zu nutzen.

Auch die Nutzung mit PDA oder anderen mobilen Geräten ist überall möglich. Das Internet bietet diese Unabhängigkeit durch seine Ausfallstruktur an.

Zu 4.) Der Markt ändert sich, die Anforderungen ändern sich. Jetzt ist es wichtig mit der Software schnell auf Änderungen zu reagieren, damit man am Ball bleibt und dem Wettbewerb keine Vorteile lässt. In LeasPro realisieren wir das durch die Möglichkeit selbst Grundparameter und Grundeinstellungen flexibel zu ändern. Selbst die Änderungen in den Programmstrukturen erfordern kein groß geplantes und organisiertes Projekt, sondern können als Task Force schnell eingearbeitet werden. Auch müssen Entwickler nicht vor Ort erscheinen, sondern können über das Web die notwendigen Anpassungen zunächst in einer Testumgebung und dann im Original schnell einführen. Das bedeutet ein großes Maß an Unabhängigkeit.

Zu 5.) Bei größeren Unternehmen sind die Betriebssysteme durch die Orga vorgegeben. Änderungen dürfen nicht stattfinden. Viele Erweiterungen der Anwendungssoftware können nicht zeitgerecht und praxisorientiert eingeführt werden, weil das Betriebssystem gewisse Möglichkeiten nicht zulässt.

Der Heimarbeitsplatz gehört heute zum täglichen Leben im gehobenen Management. Gerne setzt man zu Hause andere Betriebssysteme ein, z.B. OSX, weil die Grundausrichtung des Heim-PC einen anderen Zweck erfüllt.

LeasPro benötigt in allen Fällen lediglich einen Browser und einen Internetzugang. Alles andere wird am Server abgewickelt und lässt die Anwendungssoftware davon unberührt. Eine Änderung des Betriebssystems bedeutet daher, die Unabhängigkeit von LeasPro zu nutzen, denn auch danach läuft die Software einwandfrei.

Zu 6.) Äußere Parameter können vielfältiger Natur entspringen. Einige sind in den Punkten 1.)-5.) bereits genannt. Erfolgreich haben wir die Umstellung auf den Euro geschafft und die Jahrtausendwende wahr nicht das erwartete Problem in der EDV. Die Unternehmenssteuerreform und die zunehmende Globalisierung, bzw. Europäisierung erwarten von der Anwendungssoftware einen technischen und funktionalen "state of the art"! Unabhängigkeit bedeutet hier, auf alle Parameter schnell und gezielt reagieren zu können, ohne dass man im Wettbewerb verliert oder gesetzliche Anforderungen auf einem Nebenweg löst.

Montag, 7. Januar 2008

Definition Leasingsoftware

Definition Leasingsoftware

Welche Eigenschaften soll eine Leasingsoftware vom Begriff her aufweisen? Um den Begriff "Leasingsoftware" zu definieren, brauchen wir zunächst eine Abgrenzung nach den gebräuchlichen Kategorien im Leasinggeschäft.


Zunächst die Abgrenzung nach den Investitionsgütern:

  • Mobilien
  • Immobilien
  • KFZ (extra genannt weil 60% aller Leasinggüter KFZ sind)
  • IT-Equipment (extra genannt, weil es eine spezielle Abwicklung erfordert)

Abgrenzung nach den Leistungsarten:

  • Leasing nach Leasingerlaß (TA-Verträge und VA-Verträge)
  • Spezielle Leasingarten nach internationaler Norm (operate / finance)
  • Leasing nach der Leistungsbreite (Mehrproduktleasing, Full-Service, Fleetmanagement)
  • Leasing in Abgrenzung zu Mietkauf und Forderungsankauf

Abgrenzung nach der Leistungstiefe:

  • Vermittlergeschäft
  • Vertriebsleasing
  • Direktleasing
  • reine Verwaltung

Abgrenzung nach dem Leasinggeber:

  • Hersteller ist Leasinggesellschaft
  • Bank als Leasinggesellschaft (in- oder outgesourced)
  • Unabhängige Leasinggesellschaft

Leasingsoftware soll nun im eigentlichen Sinne alle hier genannten Abgrenzungen erfüllen und für alle Bereiche die geeignete Software bieten. Dies scheitert schon an der Besonderheit der zu verwaltenden Produkte. KFZ-Leasing bedeutet eine komplett andere Abwicklung als die Verwaltung von IT-Leasinggütern. Beispielsweise ist bei IT-Leasing ein ständig rollierender Prozess in Bezug auf Teilabgang und Teilzugang vorgegeben.

Prozesse aus dem Bereich des Flottenmanagements (KFZ) haben eine komplett andere Prozesssteuerung als das reine Finanzierungsleasing. Immobilienleasing ist mehr eine Projektverwaltung als eine Vertragsverwaltung.

Ebenfalls gilt es zu bestimmen, welchen Leistungsumfang in der Leistungsbreite eine Leasingsoftware aufweisen sollte:

  • Angebotswesen
  • Kreditprüfung
  • Kundendatenverwaltung
  • Vertragsdatenverwaltung
  • Objektdatenverwaltung
  • Geschäftsprozesse für die Abwicklung
  • Buchhaltungsfunktionen (eigene integrierte Buchhaltung?)

Wir definieren für unser Produkt "LeasPro" den Begriff Leasingsoftware in der Leistungsbreite wie folgt:

  1. Das Angebotswesen muss voll unterstützt werden: Angebotserstellung inklusive Kalkulation von Varianten; Ausdruck der Angebote, Verträge und aller sonstigen Unterlagen zur Vertragsgewinnung.
  2. Das Antragswesen muss voll unterstützt werden: Prozesse zur Einholung der Informationen zur Kreditprüfung (offline und online); Unterstützung des Kreditentscheiders bei seiner Entscheidungsfindung; Dokumentation des Entscheidungsprozesses; Schriftverkehr mit den Beteiligten.
  3. Die Vertragsverwaltung muss den gesamten Lebenszyklus eines Vertrages bewirtschaften. Um einen Vertrag zu verwalten dürfen keine Nebenprogramme benutzt werden. Sämtliche Cashprozesse sind aus der Leasingsoftware heraus zu steuern und zu kontrollieren. Dazu gehört der elektronische Zahlungsverkehr sowie das Mahnwesen.
  4. Die Vertragsbuchhaltung muss alle Prozesse aus der Vertragsverwaltung begleiten und es darf keine Nebenrechenwerke für das Hauptbuch geben. Eine Abbildung des Hauptbuches und der Möglichkeiten einen Bilanzabschluss innerhalb der Software zu machen gehört nicht zum Leistungsumfang - der Grund liegt in der Struktur der Unternehmen, denn wenn bereits eine Buchhaltung im Hause ist oder für ein neues Land eine Buchhaltung besondere Vorschriften enthält, würde es den Umfang einer Leasingbuchhaltung sprengen. Die Prozesse des Leasings finden aber besser immer im Rahmen der Vertragsbuchhaltung statt, da hier auf die besonderen Problemstellungen aus dem Leasinggeschäft eingegangen werden dann. Es erleichtert in der Schlussfolgerung die Prozesse im Hauptbuch.
  5. Basis einer Leasingsoftware sollte heutzutage eine SQL-Datenbank sein. Damit ist sichergestellt, dass jegliche Statistiken und Auswertungen sowie Schnittstellen mit externen Programmen einfacher und schneller darstellbar sind.

Die Trennung der Bereiche Angebotswesen (oft front office gennant), Antragswesen (middle office) und Vertragswesen (back office) ist oft üblich und wird durch verschiedene Softwareprodukte abgedeckt. Hierbei übernimmt dann die Leasingsoftware nur noch die Vertragsverwaltung.

LeasPro als Leasingsoftware im ganzheitlichen Ansatz unterbindet diese Trennung, weil es zu Verlusten von Informationen kommt. Eine reibungslose Übernahme der Daten aus einem front-office in die nächste Instanz ist zwar aus Sicht einer Schnittstelle möglich, doch macht es vielfach keinen Sinn, Angebotsinformationen in die Vertragsverwaltung zu übernehmen. Allerdings lassen sich in späteren Prozessen interessante Querbeziehungen und Rückschlüsse ziehen, wenn die Datenbank in einem gleichartigen Zugriff sich befindet. So sind meist bei der Vertragsbeendigung die Informationen aus der Angebotserstellung interessant, um die optimalen Werte zu erzielen. Auch Informationen aus der Kreditprüfung sind für das Mahnwesen interessant, um Rückschlüsse auf das Zahlaungsverhalten zu ziehen, u.s.w.

Weitere Zusatzmodule können das Produkt "Leasingsoftware" für Spezialrichtungen ergänzen:

  • CRM (Customer Relationship Management)
  • Rating (Scoring und automatische Kreditprüfung - Ampel)
  • IT-Leasing (für die Besonderheiten des IT-Leasing)
  • Full-Service-Leasing (für KFZ)
  • Zusatzleistungen (für Mobilien)
  • Fleet Managment (für KFZ)
  • Elektronischer Bankschalter (für das automatisierte Buchen von Bankbelegen)
  • Konfigurator (für Objekte)
  • Gateways zu verschiedenen technischen Instanzen (Fax, Mail, SMS, Dokumentenarchiv)
  • Gateways zu externen Dienstleistern (Creditreform, SchuFa, etc.)

Sonntag, 6. Januar 2008

Plandenken in LeasPro

Das Plandenken in LeasPro

Zurückblickend auf die Vergangenheit stellt sich bei Systemen für die Abwicklung und Verwaltung von Leasingverträgen in den meisten System das Problem dar, dass zu jedem Monatsende hin die Monatsabschlußarbeiten getätigt werden muss.

Das hat erhebliche Nachteile:
  • Anstatt einer gleichbleibenden Last der Rechenkapazitäten des Softwaresystems wird zu einem bestimmten Zeitpunkt im Monat die Last sehr hoch benötigt.
  • Oft werden zu diesen Zeiten die normalen Arbeiten gesperrt, damit es keine gegenseitigen Einflüsse gibt.
  • Bei sehr hohen Datenmengen kann ein normaler Arbeitstag nicht mehr ausreichen.
  • Es kommt zu Konflikten mit der nächtlichen Datensicherung
  • Ein Absturz des Systems bringt Konflikte bei der Terminabgabe von Zahlen (Konzern oder Finanzamt).
  • Aufgrund der sehr vielen neu erzeugten Datensätze ist ein systematischer Fehler nur mit sehr hohen Aufwendungen zu analysieren, bzw. zu bereinigen.

In LeasPro wurde die sogenannte Projektbuchhaltung integriert. Gerade im Leasinggeschäft handelt es sich um eine Verwaltung von zukünftigen Vertragsbestandteilen. Deshalb wird in LeasPro mit der Aktivierung des Vertrages die komplette Zukunft festgestellt und in den Verwaltungstabellen abgelegt:

  • Es werden alle Belege erzeugt
  • Es werden alle Buchungen erstellt
  • Es werden alle Abschreibungen und Abgrenzungen gerechnet und verwaltet
  • Der zukünftige Zahlplan wird im Detail mit allen Abhängigkeiten festgeschrieben
  • Zins- und Tilgungsanteile werden berechnet und abgelegt

Damit steht je Vertrag die komplette Informationsfülle für den Vertragsverwalter und den Vertragsbuchhalter zur Verfügung, ohne dass Abschlüsse getätigt werden müssen. Was bedarf es also am Monatsende?

  • Clearing für Lastschrifteinzüge, sofern es nicht sowieso innerhalb eines Monats erledigt wurde
  • Mahnlauf, sofern einmal im Monat gemahnt wird
  • Bereitstellung der Buchungsdaten für das Hauptbuch, sofern es nicht im Monat bereits erfolgt ist.

Bestenfalls gibt es also keine Monatsendeverarbeitungen mehr und die Last der Software ist auf jeden Tag gleichverteilt.

Gerade bei der Verwaltung großer Datenmengen ist das die Projektbuchhaltung und das Plandenken von LeasPro ein erheblicher Vorteil und bringt Erleichterung bei den Abteilungen.

Technologie

Technologie von LeasPro

die Grundsatzfrage am Anfang lautete: Welches Betriebssystem soll verwendet werden? Wir stehen im Jahr 2002. Zurückblickend wurden die letzten 7 Jahre Leasingsysteme unter Windows gebaut. Auch jetzt (also 2002) sind noch sehr viele Leasinggesellschaften mit DOS Systemen ausgestattet. Natürlich gibt es auch die Minderheit von Großrechnersystemen und einige auf der IBM AS/400.

Was hat uns eigentlich an Windows gefallen, bzw. was hatte gestört?

Vorteile:
  • Schöne und graphisch orientierte Oberfläche.
  • Mausfähige Bedienung
  • Keine Speicherproblem am Client (640 KB Beschränkung von DOS)
  • Einsatz von OLE oder DDE zu Microsoftprodukten

Nachteile:

  • Langsamere Benutzerdialoge, weil die Graphiken länger brauchten, um aufgebaut zu werden.
  • Probleme bei der Auflösung des Monitors (zunächst war das Gardemaß 800x600, dann 1024 x 768). Und bei einigen Masken hatte es trotzdem nicht ausgereicht.
  • Keine Benutzung der ENTER -Taste einfach möglich

Insgesamt war Windows ein großer Schritt nach vorne. Jetzt war es aber Zeit für einen noch größeren Schritt in die Zukunft - dem WEB.

Das WEB hatte sich in den letzten Jahren weg vom universitären und "Home-PC" User in Richtung professionelle Anwendungen entwickelt. E-Commerce war bereits die neue Plattform, um den Handel elektronisch abzuwickeln. Aus einfachen Homepages wurden interaktive Portale mit der Möglichkeit zu kalkulieren und online Verträge abzuschließen. Es fand also eine Neuorientierung auch in der Branche der Finanzdienstleister statt. Heute ist diese Plattform nicht mehr wegzudenken. Bereits heute wird mehr Umsatz über das Web abgeschlossen, als es im Handel möglich wäre.

Also war die Entscheidung zur Technologie gefallen: Es musste eine WEB-basierte Lösung sein. Was bedeutete es im Gegensatz zu Windows:

  • Reine serverorientierte Software
  • Internetverbindung notwendig
  • Nur Browser am Client notwendig
  • Schnelle Einarbeitung für Benutzer, die Erfahrung im Internet hatten
  • Einfache Bedienung, da keine Funktionstasten und keine rechte Maus-Funktionen
  • Keine Auflösungsprobleme, das skalierbare Browser diese Einstellungen automatisch übernommen hatten
  • Bessere Transaktionen, weil nur korrekt und plausibel eingetragene Formulare an den Server übertragen wurden.

Als technische Bausteine wurde auf Standards gesetzt - keine Exoten. So wurde JAVA als Programmiersprache gewählt und die Oberflächen waren über HTML und XML gesteuert. Als Datenbank wurde zunächst MySQL verwendet, da es dem OpenSource Gedanken Rechnung trug, so wie bei allen Komponenten auf die OpenSource Charaktereigenschaft Wert gelegt wurde.

Geburtsstunde

Geburtstag von LeasPro

Der exakte Zeitpunkt ist schwer festzustellen, denn gerade in den Anfängen war es eine noch nicht klar definierte Anforderung, wie Leasingsoftware eigentlich auszusehen hätte. Insbesondere die Erfahrung bei der Einführung dieser Art von Software in Deutschland und besonders dem östlich anschließenden Europa hatte zu einem Erfahrungspotential geführt, das unbedingt neu konzipiert werden musste.

Man kennt das ja gerade bei der Softwareherstellung. Am Anfang besteht die Idee und dann der erste Kunde. Man richtet sich doch ziemlich nach dem ersten Kunden aus und erstellt somit eigentlich die erste Software nach Mass. Dann kommt der zweite und der nächste Kunde, so dass aus einer zunächst speziell für einen Kunden konzipierten Software auf einmal eine "Standardsoftware" wird.

Das Problem ist dann irgendwann, dass man eine Software immer mehr erweitert und daraus eine Art Patchwork wird. Wenn dann die nächste Generation von Software entsteht, müssen die Altlasten irgendwie transportiert werden, sonst hat man mit den bestehenden Kunden Probleme. Und so setzt sich dieser Prozess immer weiter fort..

Bei LeasPro konnten wir nun völlig auf der grünen Wiese beginnen. Das einzige, was einfloss, waren die Erfahrungen.

So wurde zunächst die Datenstruktur und das Oberflächendesign geschaffen und wir hatten uns zunächst für die einzusetzende Technologie entschieden. In jedem Fall sollte es eine Websoftware sein. Dazu im Detail später.

Wichtig ist, dass es somit keine direkte Geburtsstunde gab, sondern die Software erstmal grundsätzlich konzipiert wurde. Im Mai 2002 konnten wir den ersten lauffähigen Prototypen vorstellen, dessen Grundlage (der Framework) dann bereits bestand. Auf diesem Grundbaustein basiert auch heute noch die Software in den wesentlichen Elementen.

Somit halten wir fest: Geburtsstunde LeasPro war der 01.05.2002